Wichtig im Februar unsere Tipps für Sie

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Der Winter war bisher nicht schön: zu warm, zu wenig Schnee, in vielen Regionen zu trocken und trotzdem auch zu wenig Sonnenschein.

Das wirkt sich stark auf die Vegetation aus. Sobald die Tagestemperaturen über 5° liegen und die Nächte frostfrei sind, beginnen die Pflanzen

viel zu früh zu sprießen.

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Der Winter ist noch nicht vorbei, es kann durchaus noch mal kalt werden. Es ist nicht immer die Sonne, die Pflanzen dazu verführt, zu früh

mit dem Wachstum zu beginnen. Feuchtes Schmuddelwetter mit für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen ist weit gefährlicher.

Die Pflanzen beginnen zu sprießen, sobald die Tagestemperaturen über 5° liegen und die Nächte frostfrei sind.

Das Frostrisiko ist bei Kältegraden, wie sie üblicherweise in Ihrer Region vorkommen, für autochthone, also heimische Pflanzen gering.

Vor allem die sogenannten ‚exotischen‘ Pflanzen, und dazu werden alle Pflanzen mediterranen Ursprungs gezählt, sind frostgefährdet und

bedürfen besonderen Schutzes.

Der vorzeitige Austrieb von Rosen, Bauernhortensien, Freilandfuchsien fällt oft dem Frost zum Opfer, der sich an die milden Perioden anschließt.

Frühe Blüten von Magnolien, Seidelbast, Goldlack oder Bellis werden vom Frost braun. Die Pflanzen sind dann nicht zerstört, aber auf eine

schöne Blüte muss man bei ihnen ein ganzes Jahr warten.

An warmen und sonnigen Tagen sollten die Frostschutzmatten von empfindlichen Gewächsen auf dem Balkon und im Garten gelockert werden.

Die Pflanzen darunter lassen sich sonst durch die Wärme verführen und treiben vorzeitig aus.

Auch den Winterschutz von spät blühenden Zwiebelgewächsen wie Montbretien und Schmucklilien müssen Sie kontrollieren. Rühren sich die

empfindlichen Gewächse bereits über Gebühr, muss bei erneutem Frost die Abdeckung verstärkt werden. Bei Staudenbeeten und Steingärten

sollten Sie die wärmende Laub- und Mulchdecke gegen luftigere Schutzdecken aus Sackleinen oder Vlies auswechseln.

Junge Bäume, vor allem Obstbäume vertragen den Wechsel von starker Sonneneinstrahlung und tiefen Nachttemperaturen nicht.

Die Rinde platzt auf, in den Wunden siedeln sich Krankheitserreger an. Schützen Sie deshalb die Rinde von gefährdeten Bäumen mit einem

Kalk- oder Bio-Baumanstrich.

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Schneeglöckchen und Winterlinge sind die ersten Zwiebelblumen, die uns jetzt mit ihren Blüten erfreuen. Wer versäumt hat, im Herbst Zwiebeln

zu setzen, kann sie an frostfreien Tagen jetzt pflanzen. Die frühblühenden Zwiebelblumen sind jetzt eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen

und andere hungrige Insekten.

Wenn keine starken Fröste mehr angesagt sind, können Sie die beliebten Frühlingsblüher Primeln, Stiefmütterchen… in die Erde bringen.

Reinigen Sie die leeren Schalen und Balkonkästen, füllen Sie sie mit frischer Einheitserde. Pflanzen Sie möglichst bei bedecktem Himmel und

geben Sie etwas Langzeitdünger hinzu.

Ohne Langzeitdünger müssen Sie nach drei Wochen dem Gießwasser Flüssigdünger zusetzen. Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorüber sind,

machen die Frühlingsblüher dem Sommerschmuck Platz. Eine Erneuerung der Erde ist dann nicht nötig.

Beim Rasen sollte alle 3 bis 4 Jahre Düngekalk ausgestreut werden, um dem Versauern des Bodens entgegenzuwirken. Durch Streuen von

Eisendünger kann man üppig wachsendes Moos bekämpfen.

Frühbeete dürfen bepflanzt werden, Knoblauch und Dicke Bohnen – wenn es nicht zu kalt ist – ab Ende des Monats schon im Freiland verlegt werden.

Bei offenem Boden können Sie Gehölze setzen. Denken Sie daran, im Topf wachsende Winterblüher wie Schneeball oder Zaubernuss an sonnigen

Tagen gründlich zu wässern. Das gilt auch für Immergrüne wie Buchsbaum oder Rhododendron.

Man kann bereits mit dem Teilen der Stauden beginnen – allerdings nur bei den Spätsommer- und Herbstblühern wie Fetthenne, Sonnenhut

oder Astern. Die Frühlings- und Frühsommerblüher werden erst nach der Blüte geteilt, weil sonst die Blütenfülle deutlich spärlicher ausfällt.

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Alte vertrocknete Triebe, verwelkte Samenstände von Stauden und Gräsern, im Herbst vergessene Einjährige – das alles muss jetzt weg.

Immergrüne Sträucher und Gewächse leiden gerade bei großer Kälte häufig unter Frostschäden. Deshalb sollte man sie jetzt gründlich auf

abgestorbene und braun verfärbte Blätter und Triebe untersuchen und all diese Pflanzenteile abschneiden.

Den Winter über sahen Gräser wie Lampenputzergras, Japangras, Pampas- und Federgras mit ihren Silhoutten toll aus. Jetzt – rechtzeitig

vor dem Neuaustrieb – werden sie fast bis zum Boden zurückgeschnitten. Sie treiben dann kräftig durch. Das Gleiche gilt für sommer- und

spätblühende Sträucher wie Schmetterlingsstrauch, Säckelblume oder Bartblume.

Der Februar ist der Monat des Gehölzschnitts. Sträucher und Bäume, die noch in Ruhe sind, lassen sich gut beurteilen. Aber gehen Sie mit

Bedacht vor, schneiden Sie nicht bei Temperaturen unter minus 5 Grad. Vermeiden Sie Radikalkuren, die Vögeln und anderen Gartenbewohnern

Unterschlupf und Verstecke nehmen.

Gehölze mit farbigen Rinden, z. B. der Sibirische Hartriegel mit seinen prachtvollen roten Ästen und der Hartriegel ‚Cornus Flaviramea‘ mit den

leuchtend gelben Zweigen sollten bis auf 5 bis 10 cm eingekürzt werden. Sie schlagen nach dem Schnitt problemlos wieder aus. Die neuen

Triebe sind viel farbintensiver als die mehrjährigen. Auch Bäume und Büsche mit farbigem Laub, etwa der Bunte Eschenahorn oder der rotlaubige

Perückenstrauch sind für einen kräftigen Rückschnitt dankbar. Umso prachtvoller und farbenfroher wird ihr Laub.

Hecken lassen sich jetzt gut verjüngen. Wenn sie zu groß geworden sind oder unten verkahlen, ist bis Ende Februar Zeit dafür. Nach dem 1. März

dürfen nur noch Formhecken geschnitten werden. Bäume, Hecken und Sträucher dürfen zum Schutz von Vögeln nur bis Ende Februar stark

beschnitten werden.

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Tierliebe Gartenfreunde sollten jetzt spätestens bis Ende Februar Nistkästen anbringen, damit sich die Vögel noch an ihr neues Heim gewöhnen

können. Alte Nistkästen sollten Sie abnehmen und gründlich reinigen, bevor Sie sie wieder aufhängen. Benutzen Sie keine Insektensprays und

chemischen Reinigungsmittel. In einem naturnah gestalteten Garten werden die Nistkästen schnell von Höhlenbrütern wie Meisen oder Sperlingen

genutzt werden.

Bringen Sie Nistkästen in einer Höhe von 1,5 bis fünf Metern an. Das Einflugloch sollte nicht zur Wetterseite gerichtet sein, damit kein Regen

eindringt. Auch sollten Nistkästen nicht zur sehr der prallen Sonne ausgesetzt sein. Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten an einem

halbschattigen Platz.

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Gartenerfolg beginnt mit der Bodenverbesserung. Selbst gute Böden sind hin und wieder für eine Aufbaukur dankbar. Das Frühjahr ist die

ideale Zeit dafür. Unter den Mitteln zur Bodenverbesserung ist reifer Kompost die Nummer 1. Er lockert den Boden und reichert ihn mit

Nährstoffen an. Ein neuer Komposthaufen, eventuell ein Platz und Zeit sparender Schnellkomposter wären angebracht.

In einem Komposthaufen läuft im Prinzip der gleiche Recycling- Prozess ab wie in der Natur. Eine Vielzahl von Organismen verwandelt Grasschnitt,

Laub, Pflanzenteile, auch Teereste, Kaffeesatz, Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle in fruchtbaren Humus: Regenwürmer, Käfer, Asseln, Pilze,

Bakterien usw. zerkleinern und zersetzen das Material.

Wärme, Luft und Feuchtigkeit sind die Erfolgsfaktoren für guten Kompost. Wärme erzeugen die Mikroorganismen unter guten Bedingungen selbst.

Luft und Wasser müssen vom Gärtner richtig dosiert werden. Ist der Kompost zu nass, kommt es zu Sauerstoffmangel und Fäulnis. Ist er zu trocknen,

sinkt die Aktivität der Mikroorganismen.

Der Komposthaufen darf weder in der prallen Sonne noch im tiefen Schatten liegen. Optimal ist ein halbschattiger und windgeschützter Standort.

Gespritzte Zitrusfrüchte, Katzenstreu, Wurzelunkräuter wie Giersch, auch Unkrautsamen gehören nicht auf den Kompost. Reifer, gesunder Kompost

duftet wunderbar erdig.

Den fertigen Kompost bringen Sie jetzt auf den Beeten, unter Sträuchern und zwischen Stauden aus und arbeiten ihn flach ein. Auf Gemüsebeete

kommt eine 3 bis 5 cm dicke Kompostschicht. Sobald die Spitzen der Zwiebelblumen sichtbar sind, wird der Kompost mit Gesteinsmehl und

organischem Dünger angereichert. Danach – wenn nötig – kräftig gießen, um die Lebensprozesse in Gang zu bringen. Bei Neupflanzungen mischen

Sie 1/3 Kompost in die Aushuberde. Den Kompost für Ihre Gemüsebeete oder Ihr Frühbeet für die Aussaat sollten Sie Kompost vorher sieben –

so ist es einfacher, gleichmäßige Aussaatrillen zu ziehen. An frostfreien Tagen kann jetzt damit begonnen werden, den Kompost umzusetzen oder

zu sieben.

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Für die überwinterten Sommerblühern nähert sich nun das Ende ihrer Ruhezeit. Manche sehen ganz schön mitgenommen aus. Mangel an Licht

und Nährstoffen, unregelmäßiges Gießen oder Krankheit haben ihnen zugesetzt. Lüften Sie die Winterquartiere häufig und halten Sie die Pflanzen

kühl, damit sie nicht zu früh austreiben.

Schneidet man Hochstämmmchen wie Wandelröschen, Strauchmargeriten oder auch Geranien und Fuchsien im zeitigen Frühjahr um etwa ein

Drittel zurück, wachsen sie später buschig. Alles, was an der Pflanzensubstanz krank oder vertrocknet ist, muss herausgeschnitten werden.

Sind Sie sich nicht im Klaren, ob ein Zweig noch lebt oder tot ist, ritzen Sie die Rinde leicht an. Ist die darunter liegende Schicht grünlich, lebt

sie noch. Zeigt sie braune Farbe, ist der Zweig vermutlich abgestorben.

Die Knollen von Dahlien und Gladiolen sollten Sie jetzt auf Faulstellen kontrollieren. Sie können nun mit dem Vortreiben von Knollenbegonien

und Cannas beginnen, damit die Pflanzen nicht zu spät blühen.

Alle Zimmerpflanzen, die im nächsten Monat umgetopft werden sollen, benötigen nun Flüssigdünger ins Gießwasser. Sie kräftigen sich dadurch

und überstehen das strapaziöse Umtopfen besser als ohne zusätzliche Nährstoffe.