Wichtig im Januar unsere Tipps für Sie

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Endlich! Die dunkelste Zeit liegt hinter uns! Tag für Tag wird es jetzt heller. Mehr Licht – das heißt, auch im Garten wird die Winterruhe bald zu

Ende gehen. Noch ist allerdings die Zeit von Eis und Schnee, von Raureif und Nebel. Eine Periode der tief stehenden Sonne und glasklarer Luft,

der Farbreduzierung in Natur und Garten. Es gibt zwar so allerlei im Garten zu tun, doch alles hängt davon ab, wie stark es im Januar friert und

schneit.

Wenn es warm genug ist, können schon zu groß gewordene Gehölze umgesetzt werden. Auch Erdaushub, Verkabelungen und Pflasterungen sind

dann möglich.

In milden Wintern erwacht der Garten oft schon Ende Januar wieder zum Leben. Das merkt man auch an den Vögeln. Sie gehen früh auf

Wohnungssuche. Hängen Sie daher bald neue Nistkästen auf. Das Einflugloch sollte immer nach Osten weisen. So ist es am besten vor

eindringendem Regen geschützt.

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In der ruhigen Winterzeit bietet es sich an, die nächste Gartensaison zu planen. Wie soll unser Traumgarten 2022 aussehen? Neue Pflanzen,

farbenprächtige Beete, eine größere Terrasse, ein Teich, ein Wasserspiel? Was muss entfernt werden, was lässt sich umgestalten? Wer jetzt

mit offenen Augen durch den Garten geht, sieht die Schwachstellen in der Bepflanzung. Er bekommt auch wichtige Hinweise über das

Kleinklima in seinem Garten. Wo z. B. an Wind geschützten Stellen der Schnee zuerst wegtaut, dort ist ein guter Platz für Frost empfindliche Gewächse.

Jetzt ist auch der richtige Termin, einen Anbauplan für den Gemüsegarten zu erstellen. Denken Sie dabei daran, dass Gemüse-Mischkulturen

den Boden schonen, Schädlinge abwehren und den Ertrag steigern. Vielleicht finden Sie Zeit, um über den Nährstoffkreislauf in Ihrem Garten

nachzudenken. Die ständige Erneuerung der Nährstoffe sollte gezielt durch überwiegend organische Düngung, Kräftigung der Pflanzen vor

allem im Wurzelbereich und Aktivierung der Bodenlebewesen erreicht werden.

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Viele Gartenbesitzer machen sich auch über den Nährstoffgehalt ihrer Böden falsche Vorstellungen. Alle paar Jahre sollte daher eine

Bodenanalyse vorgenommen werden. Entsprechend dem Ergebnis wird dann eine Erneuerung der Nährstoffe durch gezielte, meist organische

Düngung, Kräftigung der Pflanzen vor allem im Wurzelbereich und Aktivierung der Bodenlebewesen erreicht.

In der Natur müssen die Gewächse mit den Nährstoffen auskommen, die sie an ihrem Standort vorfinden. Im Garten wollen wir unsere Pflanzen

optimal fördern. Immer wenn wir etwa durch die Ernte, den Rasenschnitt, das Laub Sammeln organisches Material dem Garten entnehmen, fallen

Nährstoffe weg. Sie müssen durch organische oder mineralische Düngemittel wieder zugeführt werden.

Dabei wird Stickstoff für das Wachstum der Pflanzen, Phosphor für die Blüten- und Fruchtentwicklung benötigt. Kalium steuert den

Wasserhaushalt der Gewächse, bewirkt bessere Widerstandskraft und Winterhärte.

Kompost, Gründüngung, Mist und Hornspäne sind die wichtigsten organischen Dünger. Bei schnellem Bedarf oder akutem Nährstoffmangel wird

mineralischer Dünger eingesetzt. Im Januar können Sie jüngere Rasenflächen auf nährstoffarmen, sandigen Böden 1 cm hoch mit gesiebter

Komposterde überstreuen. Wo der Boden kalkarm ist, Thomasmehl oder Hüttenkalk beimischen (100g pro qm). Bis zum Frühjahr bleibt der

Rasen so liegen und wird dann durchgeharkt.

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Im Januar beschäftigt den Gärtner vorwiegend das Wetter. Ist es zu warm, könnten die Pflanzen zu früh austreiben und späterer Frost die

frischen Triebe dahinraffen. Ist es zu trocken oder zu nass, entwickeln sich viele Gewächse, vor allem die neu gepflanzten nicht richtig. Fällt zu

viel Schnee, brechen viele Bäume und Büsche unter der Last zusammen. Der Gärtner ist daher damit beschäftigt, an eisigen Frosttagen Pflanzen

noch mit zusätzlichem Frostschutz zu umhüllen, sie bei schneefreiem Wetter und starker Wintersonne mit Laub und Reisig zu bedecken und sie

ansonsten in Ruhe zu lassen.

Tritt wie so oft im Januar größere Kälte auf, können wir nur noch kontrollieren, ob alles im Garten in Ordnung ist. Wenn es schneit, finden die

Pflanzen unter dem weißen Mantel idealen Winterschutz, aber nur solange der Schnee locker und luftdurchlässig bleibt. Verharscht der Schnee

oder wird zusammengepresst, gelangt der wichtige Sauerstoff nicht mehr zu den Gewächsen. Es sollten deshalb bei Schnee alle Pflegetätigkeiten

ruhen, Wiese und Beete so wenig wie möglich betreten werden.

Unangenehm wird es , wenn nachts starker Frost war und am Tag eine kräftige Wintersonne scheint. Dann sind immergrüne Laub- und

Nadelgehölze, Rosen, Bambus, Hortensien, Buchsbaum und Kamelien sehr gefährdet. Wenn auch noch der sogenannte ‚Kahlfrost‘ – d. h. große

Kälte ohne schützende Schneeschicht- auftritt, dann hilft nur eins: die schon zuvor mit Winterschutz versehenen Pflanzen müssen noch

usätzlich mit Fichten-, Kiefernzweigen, Jute oder Frostschutzmatten umkleidet werden.

Steingärten und Trockenmauern werden bei schneefreiem Wetter und starker Sonne mit Reisig abgedeckt, um ein zu frühes Erwachen der

Pflanzen zu verhindern. Auch empfindliche Stauden, alle Neupflanzungen, die Wurzelbereiche vieler Obstbäume und Beerensträucher brauchen

bei großen Temperaturschwankungen über den normalen Schutz aus Laub und Reisig eine weitere Reisigschicht. Folie ist hier zum Abdecken nicht

geeignet, weil die Luft darunter bei Sonne stark erwärmt wird und sich beim Abkühlen Schwitzwasser bildet. Selbst den Komposthaufen sollte man

bei strengem Frost mit Strohmatten und Laub abdecken, damit der Verrottungsprozess nicht ganz zum Erliegen kommt.

Junge Büsche und Bäume, im Herbst gepflanzte Heiden und Stauden werden oft durch den Frost aus dem Boden herausgedrückt. Sie müssen so

schnell wie möglich zurückgesetzt und gut geschützt werden. Vergessen Sie nicht an frostfreien Tagen während der Mittagszeit mit lauwarmem

Wasser zu gießen. Ist die schlimmste Kälte überstanden, wird der zusätzliche Schutz wieder entfernt, sollte aber griffbereit möglichst in der

Nähe der Pflanzen bleiben.

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Würden Ziersträucher wie Weigelie oder Sommerflieder sich selbst überlassen, passten sie nach einigen Jahren nicht mehr in kleine Gärten und

wären auch in ihrer Struktur vergreist. Sie müssen also regelmäßig durch einen fachmännischen Schnitt geformt und ausgelichtet werden.

Aber Vorsicht, dass Sie bei Frühlings- und Sommerblühern nicht versehentlich die bereits angesetzten Blütenknospen wegschneiden. Je früher

geschnitten wird, desto kräftiger treibt die Pflanze durch. Bei spätem Schnitt kann das Wachstum des Busches in diesem Jahr kümmerlich sein.

Wenn Sie z.B. im vergangenen Jahr mit der Forsythienblüte nicht zufrieden waren, sollten Sie jetzt alle Forsythienzweige entfernen, die älter als

drei Jahre sind und weit auf den Boden hinunterhängen. So wird Platz geschaffen für neue Triebe, die spätestens im nächsten Jahr üppig blühen.

Die abgeschnittenen Zweige kommen in eine Vase. Sie blühen schnell auf und bringen Ihnen den ersten zarten Hauch von Frühling ins Zimmer.

Bei mildem Wetter lassen sich Bäume und Büsche aktivieren. An alten Apfel- oder Birnbäumen sollten Sie einen Verjüngungsschnitt vornehmen.

Für junge Äpfel, Birnen und Zwetschen ist ein Erziehungsschnitt günstig. Dabei wird die Krone geformt, wichtige Triebe werden zu Leitästen

bestimmt, Konkurrenztriebe entfernt. Nachwachsende Zweige zieht man in Form.

Nach fünf bis sechs Jahren muss die Krone durch Erhaltungsschnitte wieder korrigiert werden. So entstehen gesunde Bäume, die reiche Ernten

bringen. Kirschen schneidet man erst im März, die empfindlichen Aprikosen und Pfirsiche kurz vor dem Aufbrechen der Knospen.

Kletterpflanzen, wie den stark wuchernden Schlingknöterich können Sie an frostfreien Tagen Tagen ebenfalls auslichten und zurückschneiden.

Wenn er ausgekahlt ist, kürzt man den Knöterich bis auf 50 cm über dem Boden.

Bei allen größeren Schnittvorhaben ist viel Fachkenntnis und gutes Werkzeug erforderlich. Denken Sie bitte auch daran, dass größere

Sägewunden sofort mit Spezial- Wundverschlussmitteln behandelt werden müssen.

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Unter der lockeren, brüchigen Borke alter Baumstämme überwintern viele Schädlinge, z.B. Spinnmilben oder Apfelbaumgespinstmotten.

Kratzen und bürsten Sie die abgestorbenen Rindenteile ab.

Wichtig ist jetzt die Bekämpfung der Sitkaläuse in Nadelgehölzen. Die Sitkaläuse und auch die Blattläuse hausen nun in allen Entwicklungsstufen

auf ihren Winterwirten. Durch höhere Kältegrade werden sie zwar reduziert, aber nicht ausgerottet.

Wenn es an milden Januartagen auf den Beeten üppig grünt, ist Vorsicht geboten. Zwei stark wachsende Unkräuter, die man später kaum noch

loskriegt, beginnen sich auszubreiten: das behaarte Schaumkraut und das einjährige Rispengras. Also schnellstens jäten und in der Mülltonne

entsorgen. Dabei aber nicht mit Löwenmäulchen, Eisenhut, Husarenknöpfchen und Goldlack verwechseln, die jetzt auch schon aktiv sein können.

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Die dunkle Jahreszeit ist auch für die grünen und blühenden Gäste auf der Fensterbank kein Zuckerschlecken. Sie brauchen liebevolle Pflege und

Schutz gegen die zahlreichen Schädlinge, die sich nun einstellen. Im warmen, trockenen Wohnklima treten bei vielen Pflanzen Blattläuse und

Spinnmilben auf. Finden Sie die Weiße Fliege, hilft Einsprühen mit Blattglanzspray oder das Setzen von Gelbtafeln und Stickern. Mit einer

Spiritus-Seifenlösung (1 Essl. Schmierseife oder Spülmittel, 1 Essl. Brennspiritus in 1 l warmes Wasser) lösen Sie bei mehrfachem Einpinseln die

lästigen Schildläuse von den Zierpflanzen. Auch etliche Kräftigungsmittel, etwa Kieselsäure haltiger Zinnkrauttee für schwächliche,

Eisenpräparate für bleichsüchtige Gewächse bringen die Pflanzen gut über den Winter.