Wichtig im Juli

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Nach dem ungewöhnlich kalten Frühjahr brachte der Juni schon die erste Hitzewelle des Jahres, gefolgt von heftigen Unwettern.

Den Pflanzen schien das Wetter zu gefallen, vieles hat im Frühsommer prächtig geblüht. Manche Pflanze ist jetzt schon erschöpft.

Und der Hochsommer liegt noch vor uns.

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Besonders wichtig ist in dieser Jahreszeit, den Garten auch nach Regenschauern ausreichend zu gießen. Zu dieser Jahreszeit kommt es immer

wieder zu längeren Trockenperioden. Achten Sie deshalb darauf, dass auch der Rasen genügend Wasser bekommt, da er sonst leicht verbrennt

und dauerhaft geschädigt werden kann. Dabei gilt: Lieber selten und viel wässern, als oft und wenig. Bleibt das Wetter länger heiß und trocken,

sollte auch der Kompost gewässert werden, sonst kommt der Verrottungsprozess zum Erliegen.

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Kommt die Blütenpracht des Junis zurück? Keine Angst, es wird schon! Stauden und Büsche werden schöner blühen denn je. Für die Surfinias,

Wandelröschen, Margeriten, Polarsterne…., die nicht mehr blühen wollen und Samen ansetzen, ist es Zeit für einen kräftigen Rückschnitt. Die

Wurzelrhizome von Schwertlilien, die in der Blüte nachgelassen haben, werden jetzt geteilt. Die Pflanzen gewinnen so neue Kraft. Stauden, die zum

zweiten Mal blühen sollen, wie Rittersporn, Eisenhut, Salbei, Katzenminze und Frauenmantel schneiden Sie stark zurück und düngen nach.

Die Rosen werden nun nach der ersten Blüte zurück geschnitten und mit mineralischem Langzeitdünger versorgt, den man leicht einharkt. Danach

kräftig gießen. So wird die Bildung neuer Blüten und Triebe angeregt. Zu einem späteren Zeitpunkt dürfen Stickstoffdünger nicht mehr ausgebracht

werden, sonst reift das Holz bis zum Beginn der Frostperiode ungenügend aus.

Wenn Sie jetzt Ziergehölze wie Lavendelheide, Pfeifenstrauch, Schneeball, Weigelie nach der Blüte auslichten, entfernen Sie gründlich

abgestorbenes und von Schädlingen befallenes Holz. Beim Flieder schneiden Sie die welken Rispen ab, um den Blütenansatz fürs Folgejahr zu stärken.

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Die Seerosen im Teich haben sich so stark vermehrt, dass Sie die jetzt auslichten können. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen im und auch am

Rande des Teichs nicht wuchern. Unerwünschte Triebe von Rohrkolben, Simsen und Sumpfschwertlilien entfernen Sie mit der Teleskopschere

und fischen das Schnittgut ab.

Die Triebe des Blauregens schießen nach der Blüte kräftig in die Länge. Um die Kraft in die Anlage einer Nachblüte zu lenken, kürzt man die

Neutriebe um zwei Drittel ein.

Stehen bei den Obstbäumen Äste und Laub sehr dicht, wird es im Juli Zeit für den Sommerschnitt. Überzählige Äste, vor allem solche, die

keine Früchte tragen, werden entfernt. So erhalten die reifenden Früchte wieder das wichtige Sonnenlicht. Die Schnittwunden heilen jetzt

besonders gut.

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Pflanzen, die sich bisher schlecht entwickelt haben, müssen im Juli ersetzt werden, damit die Neuen im Sommer noch eine Chance haben.

Pflanzzeit ist jetzt für herbstblühende Zwiebelblumen wie Herbstzeitlose und Herbstkrokusse, Saatzeit für die Zweijahrespflanzen, vor allem die

Stockrosen.

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Die Ernte ist jetzt im vollen Gange. Erdbeeren, Frühäpfel, Stachelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren müssen jetzt regelmäßig gepflückt werden.

Salate, Buschbohnen, Kohlrabi, Möhren und Radieschen bereichern unseren Speiseplan. Kräuter wie Thymian, Oregano und Salbei können Sie nun

auch trocknen. Warten Sie mit der Ernte, bis es einige Tage niederschlagsfrei und warm war, dann enthalten die Gewürze mehr Aroma. Schneiden

Sie die Kräuter am Morgen, wenn der Tau gerade abgetrocknet ist. Binden Sie die Stängel zu schmalen Bündeln und hängen sie an einem dunklen,

warmen Ort zum Trocknen auf.

Auf dem Gemüsebeet werden Pflücksalate, Rauke, Buschbohnen und Kohlrabi gesät oder nachgepflanzt. Auch die Winter – und Lagergemüse wie

Porree, Pak Choy, Chinakohl, Radicchio, Zuckerhutsalat, Grünkohl und Endivien kommen jetzt in die Erde. Am Ende des Monats ist die beste Zeit,

um Erdbeeren zu setzen. Rhabarber jetzt nicht mehr ernten, aber reichlich gießen und düngen. Tomaten und Gurken brauchen viel Wasser.

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Bei feucht-warmem Wetter tauchen eine Reihe von Schädlingen im Garten auf. Pilzkrankheiten wie Apfelschorf, Birnengitterrost,

Monilia Spitzendürre, die Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Johannisbeersäulenrost, Amerikanischer Stachelbeermehltau, Grauschimmel an

Erdbeeren, Mehltau in jeder Form an Rosen treten auf.

Dann ist äußerste Hygiene gefragt. Wer mit einer Gartenschere eine von Mehltau befallene Rose abschneidet, muss erst das Werkzeug mit Alkohol

reinigen, bevor er die nächste Rose kürzt. Hat die Spitzendürre die Kirschen befallen, heißt es spritzen und die vertrockneten Triebe und Blüten

15 cm bis ins gesunde Holz entfernen und gründlich entsorgen.

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Um gegen Schädlinge und Blattkrankheiten vorzugehen, genügt es vielfach, für bessere Bodenverhältnisse zu sorgen. Oft reicht es, zu gießen, zu

hacken, zu düngen und die Schädlinge verschwinden wie von Zauberhand. Starke Pflanzen wachsen Läusen und Schnecken davon, widerstehen

auch Pilzkrankheiten besser. Ein kräftiges Pflanzengewebe kann nicht leicht von Pilzen und Viren durchdrungen werden.

Außerdem muss man das ökologische Gleichgewicht im Garten stärken. Amseln, Drosseln, Elstern, Stare, Frösche, Kröten, Eidechsen, Igel, Hühner,

Enten, Glühwürmchen, Hundertfüßler und Weberknechte gehen gern auf Schneckenjagd. Jeder Gartenliebhaber sollte wenigstens einigen dieser

Tiere einen Lebensraum im Garten geben. Er kann auch stark gefährdete Pflanzen wie Funkien, Rittersporn, Salat… mit geruchsintensiven Pflanzen

wie Beinwell, Bohnenkraut, Knoblauch, Oregano, Rosmarin, Pfefferminz, Zitronenmelisse… umgeben und so vor Schnecken schützen.

Notfalls stellt man die Bepflanzung auf Gewächse um, die von Schnecken gemieden werden. Dazu gehören u.a. Akeleien, Alchemilla, Christrosen,

Cosmea, Felberich, Geißbart, Gräser, Herbstastern, Immergrün, Nelken, Pfingstrosen, Phlox, Schaumblüte, Sonnenbraut, Storchschnabel, Thymian

und Wolfsmilch.

Außerdem sollte man ständig auf Schneckensuche gehen, die Schnecken in ihren Verstecken unter lockeren Steinen und Tontöpfen aufspüren, beim

Umgraben auf die weißlichen, durchscheinenden Eigelege achten und sie mit heißem Wasser vernichten.

Man kann Schneckenzäune um besonders gefährdete Beete ziehen. Auch Buchsbaumeinfassungen sind hilfreich, ebenso Schneckenfallen mit

Weizenbier oder süßem Wein. Wer zu Schneckenkorn greift, sollte darauf achten, dass er ein umweltverträgliches Produkt einsetzt.

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Im Garten ist es jetzt besonders schön. Doch was tun, wenn uns trotzdem das Fernweh packt? Unmöglich gerade jetzt wegzufahren! Oder vielleicht

doch? Naturgärtner sind im Vorteil: Je naturnäher Sie Ihren Garten gestaltet haben, je weniger Sie ihn mit Wasser und Dünger verwöhnen, desto

leichter übersteht er pflegelose Zeiten.

So bereiten Sie den Garten auf Ihre Abwesenheit vor:

  • Düngen Sie vor der Reise nur noch wenig.
  • Wässern Sie die Beete nochmals kräftig und hacken Sie die Erde locker auf.
  • Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder eine Decke aus Stroh halten die Krume feucht.
  • Entfernen Sie gründlich Wildkräuter aus den Beeten.
  • Verzögern Sie die Ernte von Zucchini, Tomaten und Gurken, indem Sie die Blüten ausbrechen.
  • Bieten Sie Ihren Nachbarn an, nach dem Obst zu schauen und sich zu bedienen.

Fragen Sie Ihre Freunde, ob sie während der Zeit Ihren Garten gießen. Oder lassen Sie sich ein intelligentes Bewässerungssystem installieren.

Bewässerungssysteme nehmen Ihnen das Gießen – nicht nur im Urlaub – ab, sondern arbeiten oft auch genauer und helfen Wasser sparen.