Wichtig im Mai

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„O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!“ wünschte sich der Dichter Erich Kästner. Maiglöckchen , Pfingstrosen, Flieder, Glücksimpulse so

zahlreich wie die Löwenzahnblüten im Gras. Wir genie0en jetzt die wunderbare Zeit in unserem Garten.

In den Beeten und auf den Balkons wird viel getan, um alles aufs Schönste herauszuputzen. Ganz gleich, ob es um eine Neu- oder Umgestaltung

geht, um die Anlage oder Bepflanzung eines Teichs, um Rasenneuanlage, die Renovierung Ihres Nutzgartens oder nur um die aktuelle

Bepflanzung von Terrasse und Balkon – das alles ist jetzt möglich.

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Nach dem es in diesem Jahr im Februar und März oft schon ungewöhnlich warm war, begannen viele Bäume und Sträucher früher als sonst zu

blühen. Der außergewöhnlich kalte April mit Schnee, Graupel und Frost hat die Pflanzen dann eiskalt erwischt: austreibende Weinreben,

Blüten von Obstbäumen und Sträuchern sind erfroren.

Starke Minusgrade im Winter haben auch vor allem den Immergrünen wie Kirschlorbeer, Thuja, Liguster und Heckenmyrthe zugesetzt.

Hier zeigen sich nun braune Stellen, manchmal auch nur einseitig, nur an jungen Trieben oder nur an einzelnen Blättern. Diese Schäden

gehen nicht auf den Frost an sich zurück, sondern auf mangelnde Feuchtigkeit aufgrund der Kälte. Hier sollte man die geschädigten

Pflanzenteile zurückschneiden und die Pflanzen düngen, damit der neue Austrieb die Schäden kompensieren kann.

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Zwischen dem 12. und 15. Mai stehen die Eisheiligen vor der Tür. „Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt

nie die frostige Sophie.“ Der Ärger ist groß, wenn jetzt die Sommerblumen erfrieren. Also beim Pflanzen nicht leichtsinnig werden, den

Wetterbericht genau verfolgen und Folie bzw. Abdeckmaterial griffbereit halten!

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Leider geht die Blütenpracht von Tulpe und Co nun bald zu Ende. Die Pflanzen setzen immer wieder Samen an. Schneiden Sie die Samenkapseln

rechtzeitig ab, können Sie die Farbenpracht noch ein wenig verlängern. Ansonsten sollten Sie jetzt das Blütenfest der Sommerknollen vorbereiten.

Gladiolen am besten in dichten Pulks, Knollenbegonien in schattigen Bereichen und Dahlien in voller Sonne kommen nach den Eisheiligen in die

Erde.

Vielleicht entdecken Sie nun vollends Ihren Grünen Daumen und wollen selbst aussäen. Feuersalbei, Sonnenblumen, Levkojen oder Tagetes hätten

Sie schon längst im Haus oder Treibhaus vorkultivieren müssen, die sollten jetzt endlich nach draußen. Im Freiland können Sie noch Bohnen,

Chicorée, Gurken, Kürbis, Mangold, mittelfrühe Möhren, Radieschen und Rote Beete aussäen. Ab Mitte des Monats pflanzt man auch die

Gemüse, die viel Wärme brauchen wie Tomaten, Paprika, Gurken, Melonen und Auberginen.

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Saatgut braucht zum Keimen ausreichend Feuchtigkeit und Wärme. Die Keimlinge sind darauf angewiesen, dass die Bodenoberfläche niemals

austrocknet. Erst nach 3 bis 4 Wochen können die Wurzeln selbst Feuchtigkeit aus der Erde ziehen. In Trockenperioden müssen die Keimlinge

mehrmals täglich leicht beregnet werden.

Eine optimale Wasserversorgung bewirkt, dass die Pflanzen gesund bleiben und reich blühen. Stehen sie mal zu trocken mal zu nass, so

kümmern sie. Das beste Gießwasser ist abgestandenes Regenwasser, da es auf Lufttemperatur erwärmt und kalkarm ist.

Zwischen Blumen und Gemüse müssen ständig die Wildkräuter gejätet werden, die den Pflanzen Kraft und Platz wegnehmen. Umgraben ist

dabei streng verboten. Es dauert sonst viel zu lang, bis sich das Bodenleben wieder normalisiert. Am besten hält man das Unkraut durch

regelmäßiges Hacken in Schach, das erspart manche Folgearbeit.

Eine Mulchschicht im Beet hat viele Vorteile: Sie versorgt den Boden mit Humus, hält ihn locker und feucht. Bewährt haben sich Holzhäcksel,

Rindenmulch, Rindenkompost gemischt mit Rasenschnitt. Wichtig: Streuen Sie vor dem Abdecken des Bodens reichlich Hornspäne aus, da die

Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht viel Stickstoff binden.

Der Mai ist normalerweise auch die Zeit für Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken. Sicher hat der Winter, der nicht enden wollte, auch

diesen Tieren zugesetzt. Auf jeden Fall heißt es wachsam sein. Durch tägliche Kontrollen und das Einsammeln der Tiere dämmen wir eine

Schädlingsplage ganz erheblich ein.

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Blühpflanzen, Gemüse und Obstbäume nach der Blüte sind für Düngergaben dankbar. Verwenden Sie je nach Pflanzenart, also für Rasen, Rosen,

Koniferen, Rhododendren, Erdbeeren…. möglichst Spezialdünger. Er ist am besten auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen abgestimmt.

Je weiter der Sommer fortschreitet, umso mehr kommt mineralischer Dünger in Einsatz. Mineraldünger – ein typischer Vertreter ist ‚Blaukorn‘-

können direkt von den Pflanzen aufgenommen werden. Sie wirken schnell, es besteht jedoch immer die Gefahr der Überdüngung, der

aufgeschwemmten, krankheitsanfälligen Pflanzen. Die Vielfalt und Aktivität des Bodenlebens wird nicht gefördert und es besteht immer die

Gefahr der Auswaschung überschüssiger Nährstoffe ins Grundwasser.

Die organischen Dünger aus Hornspänen, Hornmehl oder Rindermist werden erst durch Bodenorganismen für die Pflanzen vorbereitet.

Hier erfolgt die Aufnahme bei den Pflanzen sehr viel langsamer. Die organisch – mineralischen Dünger vereinigen die Vorteile beider Arten.

Wenn Blütenreichtum gewünscht wird, muss der Dünger Phosphor enthalten.

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Sträucher, die im Frühjahr geblüht haben, werden nach der Blüte geschnitten. Bei Forsythien entfernt man die schwachen, eng stehenden

mehrjährigen Triebe, um die Blühkraft für das nächste Jahr zu stärken. Die verblühten Zweige des Mandelbäumchens müssen zum Schutz vor

Vergreisung stark gekürzt werden. Vorsicht beim Flieder! Ihm dürfen nur die verwelkten Blütenstände genommen werden, unter denen sich schon

Neutriebe bilden, die später Blüten tragen. Braunschwarze, vertrocknete Knospen von Rhododendren müssen abgeschnitten und im Müll entsorgt

werden. Sie enthalten oft die Gelege der gefährlichen Rhododendron – Zikaden.

Die Frühjahrsstauden, die prachtvoll geblüht haben, wie Doronicum und alle Kissenstauden können Sie umsetzen und – wenn nötig – auch teilen.

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Jetzt ist die ideale Zeit, um einen neuen Rasen anzulegen. Verwenden Sie hochwertiges Saatgut, das eine dichte Grasnarbe bildet. Es muss sehr

exakt, möglichst mit dem Streuwagen gesät, in den Boden eingerecht und leicht angewalzt werden. Von da an sollten Sie ständig für ausreichend

Bodenfeuchtigkeit sorgen, sonst trocknen die Keimlinge und Graspflänzchen aus. Circa 5 Liter Wasser pro qm und Tag sind erforderlich, um den

Rasen optimal zu versorgen.

Wollen Sie schnell einen strapazierfähigen Rasen anlegen, wählen Sie Rollrasen. Er ist sofort begehbar und nach vier Wochen voll nutzbar.

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In die Sumpfzonen setzen Sie z. B. Blutweiderich, Fieberklee, Froschlöffel, Kalmus, Schwanenblume, Sumpfschwertlilie, in tieferes Wasser

Hornblatt, Krebsschere, Froschbiss, Laichkraut, Tausendblatt, Wasserpest und Seerosen. Überprüfen Sie bei den Pflanzen im Gartenteich, ob

ihre Wurzeln noch ausreichend Platz in den Körben haben. Falls nicht, teilen Sie mit einem scharfen Messer die Gewächse und bringen jedes

Stück einzeln unter.

Setzen Sie aber nicht zu viele Gewächse und entfernen sie regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile. Der Gartenteich könnte sonst rasch verlanden.-

Seerosen müssen mit großer Vorsicht ins Wasser gebracht werden. Sie kommen zunächst in flache, ufernahe Gefilde. Erst wenn die

Seerosenblätter auf der Wasseroberfläche schwimmen, kann die Pflanze allmählich in die tieferen Regionen des Teiches umziehen.

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Die Zimmerpflanzen, die im Mai ihre Hauptwachstumszeit haben, brauchen viel Wasser und Dünger. Starken Wasserverbrauch haben Pflanzen

mit großen und zahlreichen Blättern ebenso blühende Gewächse. Ständig durstig sind Pflanzen, die an warmen, sonnigen Plätzen in relativ kleinen

Töpfen oder in lockerer, grober Erde stehen. Gegossen wird stets mit abgestandenem, Zimmer warmem Wasser. Bach-, Brunnen- oder Regenwasser

bekommt den meisten Zimmerpflanzen gut.